Lebendige erreichbare Innenstadt schaffen
Coesfeld. Mit einer neuen Philosophie und größerer Praxisnähe als möglicher
Bürgermeister Coesfelds will Herausforderer Florian Klostermann nach den Wahlen
am 14. September an die Arbeit gehen. Das kündigte er auf einer Bürgerversammlung der Senioren Union und der CDA im Kolpinghaus an. Am Beispiel einer neuen gastronomischen Einrichtung kritisierte er die hohen Hürden, die bei Genehmigungsverfahren von Stadt und Behörden den Antragstellern zuzumuten
sind. „Das muss nicht sein. Was ich als möglicher Bürgermeister tun kann um das zu
ändern, werde ich veranlassen“, kündigte er an. Einsetzen will er sich für eine
lebendige erreichbare Innenstadt. Klostermann fragte: „Können Sie mir sagen, was die Bürgermeisterin in den letzten fünf Jahren als nennenswertes Projekt in Coesfeld geschaffen hat?“ Die Antwort in
der Versammlung war Schweigen. Auf diese seine Frage hin hätten mehrere Bürger
verschiedener Richtungen ebenso mit Achselzucken geantwortet. Überhaupt
arbeitete der Herausforderer der amtierenden Bürgermeisterin die Unterschiede und
Alternativen in der künftigen Coesfeld-Politik heraus. Die diversen Sperrungen in der
Innenstadt werde er rückgängig machen, denn der Masterplan Mobilität sei
„größtenteils Murks“. Ideologiefrei und ergebnisoffen werde er an die Sache gehen.
Beispiele verfehlter Politik seien Sperrungen an der Hohen Lucht und am Marienring.
Die Erreichbarkeit der City mit dem Auto müsse wiederhergestellt werden. Ein
Parkdeck am Marienring für 2,4 Millionen Euro komme für ihn nicht infrage, „denn
man zerstört keinen Grüngürtel im Bereich der Promenade“. Grandios gescheitert sei
das Projekt Kapuzinerquartier – für ihn später daraus notwendig eine Chefsache zu
machen und zu prüfen, ob dort ein Parkhaus errichtet werden kann. Eine Parkraum-
Analyse werde er im Falle seiner Wahl initiieren. Ferner sie für ihn Video-
Überwachung zur Gefahrenabwehr an neuralgischen Stellen unverzichtbar. Stets
wolle er die Bürger bei allen wichtigen Maßnahmen mitnehmen. Unverzichtbar sei ein
besserer Draht zu Coesfelder Unternehmen, um mit ihnen Projekte anzupacken.
Natürlich werde er im sozialen Bereich Akzente setzen, vor allem für Jugend und
Familien. Ehrenamt und Vereine gelten seine besondere Unterstützung.