Gerrit Tranel informiert sich in der „Sirksfelder Schule“ zu Pandemiefolgen

20.08.2020

"Im März hätten wir nicht gedacht, dass uns das Corona Virus so lange beeinträchtigt - wir hatten die echte Hoffnung, dass nach den Sommerferien der Normalbetrieb wieder läuft. Leider ist das bislang jedoch nicht der Fall.“ Hannelore Schulz, stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführerin der "Sirksfelder Schule", zeigt sich nachdenklich und besorgt – und freut sich über das Interesse von CDU-Bürgermeisterkandidat Gerrit Tranel sowie seinen Mitstreitern Christoph Fels und Tobias Musholt, die sich bei einem Besuch in der Einrichtung über deren coronabedingten Entwicklungen informierten. Immerhin zählt die "Sirksfelder Schule" in normalen Jahren um die 7.500 Übernachtungen und ist damit eine der gästestärksten Beherbergungseinrichtungen der Stadt. 

Nach dem Lockdown am 17.03.2020 fielen alle Belegungen und Einnahmen weg, was den Trägerverein, der im Wesentlichen ehrenamtlich arbeitet, erhebliche Finanzierungsengpässe bescherte. „Die Bürgerstiftung half uns zeitnah mit 10.000 Euro, das entstehende Loch zu füllen – ein ganz wichtiger Beitrag für uns“ zeigt sich Schulz noch einmal dankbar für die Unterstützung.

Tranel interessiert insbesondere, ob denn die verschiedenen Corona Hilfspakete die "Sirksfelder Schule" nicht erreicht haben. Diese seien zum Teil sehr kompliziert und auch widersprüchlich, vor allem aber wenig auf einen Fall wie die gemeinnützige Bildungsstätte abgestellt, so Schulz.

Seit Pfingsten sind kleinere Gruppen zunächst auf dem Zeltplatz und jetzt auch im Haus wieder möglich. Gleichzeit gibt es auch vermehrt Anfragen von Kinder-, Jugend- und Familiengruppen aus der Region, die nicht in die entfernteren Ziele fahren konnten oder durften. Insoweit gibt es wieder ein wenig Leben in der "Sirksfelder Schule" und damit auch die Hoffnung, dass die wirtschaftliche Seite sich verbessert.

Sorgen machen allerdings noch die Belegungen während der Woche. Nach den Aussagen des Schulministeriums sind Klassenfahrten im Inland zwar wieder möglich und sollen bevorzugt in der Region stattfinden, aber bei den Schulen herrscht noch große Verunsicherung und die Nachfrage ist gering.

Ob denn die Stadt etwas zur Verbesserung der Situation beitragen könne war denn auch eine Fragestellung von Tranel. Schulz betonte, dass die bisherige Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden gut sei. So werde zum Beispiel am 05.09. das „Erste Coesfelder Picknick Brawl“, veranstaltet von BrawlConcerts und der Bürgerstiftung Coesfeld, auf dem Zeltplatz stattfinden und die Abstimmung mit dem Ordnungsamt sei da sehr zielorientiert.

Im Gespräch kam Hannelore Schulz nicht umhin, einen Abstecher in die große Politik zu machen. Die politische Situation in Belarus ist für sich, aber besonders auch für die "Kinderhilfe Tschernobyl
Coesfeld", deren Träger die "Sirksfelder Schule" ist, besorgniserregend. „Wir verfolgen laufend die neuesten Meldungen – die Entwicklung ändert sich stündlich. Wir haben keine Vorstellung, wohin diebislang friedlichen Protestdemonstrationen und das brutale Einschreiten Lukaschenkos  führen werden. Und wir wissen nicht, wie es unseren Partnern in Belarus geht, da eine Kontaktaufnahme und politischer Austausch für sie problematisch werden kann“, fasst sie zusammen.

„Es ist spannend  zu erfahren, mit welchen vielfältigen Problemen der Verein der „Sirksfelder Schule“zurzeit zu kämpfen hat“, resümierte Gerrit Tranel. Soweit es denn in den kommunalen Möglichkeitenliege, sagte er seine Unterstützung dafür zu. Auf alle Fälle werde er die Aktivitäten weiterhin aufmerksam verfolgen.